Entdeckungen auf den Selbsternte-Parzellen im Mai: was da alles wächst und keimt! Vieles schön reihenweise, gut erkennbar, besonders wenn die Sonne schön schräg auf all das Grünzeug scheint. Aber das sind ja auch weitere Pflanzerl, da tanzt ja was aus der Reihe… so nach und nach dämmert’s. Da ist auch Unkraut dabei, manche mögen lieber den Begriff Beikraut. Einiges gibt’s da, was entdeckt werden will. Erfahrungen sammeln, Kraut vom Unkraut unterscheiden, aber wie schauen “die Guten” aus, wenn sie erst maximal im Dreikäsehoch-Stadium sind?

Ich werde nun jeweils ein paar von denen, die Herr & Frau Selbsterntemensch mit der Zeit kennen sollte, hier in den nächsten Tagen vorstellen. Beginnen wir mit denen die allesamt so “irgendwie” ausschauen als wären sie drauf und dran zu  Dillkraut oder Karottenwurzeln heranzuwachsen. Die Fotos werden hoffentlich beim Erkennen helfen.

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Links: das wird eine Karotte, eindeutig! Die länglich-schmalen Keimblätter sind gut zu sehen.
Rechts hingegen: eine Acker-Hundskamille, die nicht oder kaum riecht, ist zwar schön, wenn sie blüht, aber bedrängt im ausgewachsenen Stadium die Karotten und nimmt Nährstoffe und Wasser weg. Die rundlichen, am Boden aufliegenden Keimblätter sind schon weg.

 

 

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Also hier nochmals ein ganz junges Karottenpflänzchen, helles gelbliches Grün der Blätter, wächst hoffentlich schön in einer Reihe….

 

 

 

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Allerdings, es gibt noch ein paar mehr, die so tun als ob, zumindest zu Beginn. Hier wäre die strahlenlose Kamille zu zeigen. Nicht ganz so häufig wie die Hundskamille zu finden, aber immerhin auch schon gesichtet.

 

 

 

 

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Von gleicher Statur erscheint zwar auch die Dille, aber die ist farblich mehr ins Blaugrüne unterwegs,  was sie aber besonders leicht unterscheidbar macht, ist das typische Dille-Aroma, das sie, wenn man ein kleines Blatt zwischen den Fingern zerreibt, eindeutig zuordenbar macht.

 

 

 

 

 

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Nun noch eine anfangs Zartgebaute: die Cosmea. Sie ist eine hübsche Zierpflanze, blüht in Weiß oder Rosa und wenn im Vorjahr auf einer Parzelle Cosmeen gewachsen sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass im Folgejahr überwinterte Samen keimen. Die Cosmeen – so schön sie sind – werden üppige und oft mehr als 1 Meter hohe  und breite Büsche. Glaubt man zu Beginn ja gar nicht, aber sie sind eine gehörig große Konkurrenz zum Gemüse. Das Gerangel um Licht, Wasser und Nährstoffe nimmt seinen Lauf, wenn man sie mitten in der Gemüsereihe gewähren lässt. Wer sie bald in einen größeren Topf übersiedeln möchte, hat zu Hause am Balkon oder im Garten vielleicht eine hübsche Bereicherung. Goodies vom Selbsterntefeld?

 

Einen Buchtipp hätte ich noch:
“Wird das was – oder kann das weg?”  von Bärbel Oftering,
erschienen 2017 im Kosmos-Verlag

Zwar sind nicht alle Unkräuter, die auf Selbsternte-Parzellen wachsen können drinnen, aber doch viele und die Beschreibungen sind umfangreich und praxistauglich.  Außerdem sind auch sehr gute Abbildungen der jungen Pflanzen in diesem Buch.

Diese “Serie der Unkräuter” wird auf dem Blog “Querfeldein” in den nächsten Tagen fortgesetzt, also immer wieder einmal hereinschauen und wenn sie gefällt, auf facebook ein knappes “like” freut mich und motiviert zum Weitermachen.