Draußen ist alles ruhig, im Moment ist in vielen Gegenden sogar alles bis über die Maßen unter Schnee begraben.
Im Wiener Raum ist Schnee allerdings eher eine kurzlebige Angelegenheit, bisher jedenfalls.

 

 

 

 

 

 

Egal ob nun Schnee liegt oder nicht, vor meinem Fenster in den Garten beobachte ich den ganzen Winter hindurch die Vögel beim Futtern von Körndln aller Art. Da muss was dran sein… oder besser: drinnen.

Es hat sich in der gefiederten Gang der Finken, Meisen und den Sperlingen herumgesprochen, dass die Körnertheke an der Kolkwitzia gut gefüllt ist . Bei Plusgraden wird von den Amseln, Drosseln und Co. aber auch in der Erde fest gestochert. Sind ja nicht alle Vegetarier. Die Rotkehlchen bevorzugen meiner Beobachtung nach auch das Getier im Boden, aber zur Not steigen sie auch auf Vegetarisches um.

 

Apropos Körndln und Sämereien… Ein willkommenes Geschenk einer Freundin, eine Packung Radieschensamen zum Keimen nach dem Teebeutelprinzip, hat mich nun angeregt, ein paar Zeilen dem Thema Keimen von Sämereien zu widmen.

Auf Knopfdruck geht da nix. Aber dafür ist’s spannend zuzuschauen, wie sich  die Samen mit Wasser vollsaugen und aufplustern und dann Tag für Tag weiterentwickeln. Der Dormanz, auf gut deutsch Keimruhe, wird der Wecker gestellt. Aus ist’s mit der Keimruhe sobald Wasser, Wärme und Sauerstoff den Wachstumsprozess in Gang setzen, dormire war gestern. Ein wesentlicher Punkt bei dem Ganzen ist auch das regelmäßige Spülen mit Wasser, Hygiene ist hier ein wichtiger Teil des Geschehens.

Ein weiteres Kriterium ist, dass ausschließlich Biosaatgut zum Einsatz kommen soll – der Punkt ist hier wohl so selbstverständlich wie auch im Ergebnis bekömmlich. Bei Keimlingen von den meisten Hülsenfrüchten wird vom Rohverzehr abgeraten. Aber es gibt eine Menge an Samen, die sich gut anbieten: Kresse, Rettich, Senf, Rucola, Leinsamen, Linsen, Alfalfa (Luzerne)… und natürlich die Radieschen. Auf meiner Geschenkspackung ist die Anleitung kurz und bündig drauf, ich habe noch einen  Tag zu den empfohlenen drei Tagen drangehängt und die durcheinanderpurzelnden Keimlinge gründlich lauwarm gespült und auf einem angefeuchteten Teller ausgebreitet. Am Abend werden dann der Salat, das Käse- und Schinkenbrot schön schauen! Extrawürze für Augen und Gaumen!

 

Wie spannend die Entwicklung eines Bohnensämlings vom Samen bis zur fertigen Pflanze ist, lässt sich hier anschaulich beobachten:     https://www.youtube.com/watch?v=w77zPAtVTuI