Das Selbsternte-Konzept setzt auf Arbeitsteilung. Was für eine Erleichterung! Das Feld wird von den Bäuerinnen und Bauern vorbereitet, sodass im Frühling gesäte Samen gut keimen können. Eine bewährte Palette an Gemüsearten wird gesät oder als Pflanzenset zum Saisonauftakt den künftigen SelbsternterInnen bereitgstellt. Das Grundanbauprogramm ist im Parzellenbeitrag enthalten.

Es gibt zusätzlich auch noch Platz für individuelles Lieblingsgemüse und für Raritäten, die als Jungpflanzen für die Hobbygärtnerinnen und -gärtnern ab etwa Mitte Mai zum Kauf angeboten werden.  Weitere Paradeiser in allen Farben und Formen, Chili, Okra, Auberginen oder Melanzani, Melothria, Litschitomaten, Artischocken, Gewürze und so manche Exoten sind dann auf den Parzellen ergänzend zum Gemüse-Standardprogramm zu entdecken. In Reih und Glied machen die jungen Pflanzen ab Mai gute Figur. Quer zu den Längsreihen sind die  Einzelparzellen abgesteckt. Zur Wahl stehen unterschiedliche Flächenmaße.

Von etwa Mitte April/Anfang Mai bis gegen Ende Oktober ist Gartensaison auf den Selbsternte-Anlagen. Die Bewässerung lösen die Anbieter unterschiedlich: Feldberegnung, Wasseranschlüsse für Schläuche und Gießkannen oder die computergesteuerte Bewässerung mit Kreisregnern gibt es. Gartengeräte können ausgeborgt werden. Das “Kleinzeug” nimmt jede/jeder selbst mit. Nach der Parzellenübernahme im Frühjahr kümmern sich dann die Nutzer um die Pflege und Ernte auf „ihrer“ Parzellenfläche. Es werden zu Saisonbeginn fast überall Workshops und/oder Infoveranstaltungen angeboten.

Und wer kann die Parzellen nutzen, also gärtnern, ernten und genießen? Wer rechtzeitig mit der Anmeldung dran ist und den Nutzungsbeitrag an die Landwirte entrichtet, ist mit an Bord. Die Vormerkungen für die Saison 2020 werden bei manchen Standorten bereits jetzt entgegengenommen.

Auf unseren Selbsternteanlagen gilt: Die Bewirtschaftung nach Richtlinien für biologische Landwirtschaft ist auch für die Selbsternte-Nutzerinnen und -Nutzer verpflichtend. Das Selbsternte-Konzept macht nur auf biologischem Weg wirklich Sinn. Eh klar.
Bio ist auch Vielfalt am Selbsternte-Acker und auch rundherum. Die Insekten freut’s ebenso.